Rapperswil, 24.4.2021

Es war wieder einmal soweit, die Menschheitsfamilie hatte sich erneut getroffen. Dieses Mal in Rapperswil am schönen ZĂŒrichsee. 

Das Wetter war wunderschön, genauso wie die vielen Menschen, die dort waren. Das einzige, was mir dazu einfĂ€llt ist: Ach du «HEILIGER BIMBAM» 🔔😉.

NatĂŒrlich konnte man wieder laute Stimmen hören, die meinen, dass wir nicht das Recht darauf haben, uns zu treffen. Wie immer:


Beziehen wir uns auf die Bundesverfassung:

Art. 22 Versammlungsfreiheit
1 Die Versammlungsfreiheit ist gewÀhrleistet.
2 Jede Person hat das Recht, Versammlungen zu organisieren, an Versammlungen teilzunehmen oder Versammlungen fernzubleiben. 


Art. 23 
1 Die Vereinigungsfreiheit ist gewÀhrleistet.
2 Jede Person hat das Recht, Vereinigungen zu bilden, Vereinigungen beizutreten oder anzugehören und sich an den TÀtigkeiten von Vereinigungen zu beteiligen.




Der Himmel war strahlend blau, die Sonne scheinte, ja auch der Himmel war mit uns. Wir haben definitiv die UnterstĂŒtzung von oben.

Der Treffpunkt war am Fischmarktplatz. Als ich den Platz betreten habe, waren schon sehr viele Menschen zu sehen. Einige standen da, einige sassen im Restaurant. Anfangs konnte ich eine angespannte Aura wahrnehmen. 

Da ja der Spaziergang nicht mehr rechtzeitig bewilligt wurde, war es fĂŒr uns, wie auch fĂŒr die Polizei eine Art Ungewissheit vorhanden, was nun als nĂ€chstes passieren könnte. 

Die Polizei hatte Personenkontrollen wie auch Fahrzeugkontrollen durchgefĂŒhrt. In der Altstadt konnte man ein Dialogteam der Polizei antreffen. Wir wurden von der Polizei gefragt, was uns nach Rapperswil fĂŒhre. NatĂŒrlich sind wir nach Rapperswil gefahren, um Glace zu essen. Ich denke mir, die Top-Antworten an diesem Tag waren, ich gehe Glace essen oder einen Kaffe trinken. 😃 

Die Polizei ist auch nicht blöd, deswegen liess sie uns gewĂ€hren. NatĂŒrlich konnte man aus meinem Rucksack ein „glöggle“ hören. Einfach ein Lachen der Polizei zuwerfen und selbstsicher weitergehen.

Als wir dann endlich auf diesem Platz standen, fĂŒllte sich dieser von Minute zu Minute. Viele standen Anfangs noch eher aussen statt in der Mitte des Platzes. Es erstaunt mich immer wieder, wie das möglich ist, dass sich, wenn die Menschen merken, dass es nun losgeht; dass die Menschen aus allen Ecken kommen und solche PlĂ€tze innert Minuten praktisch fĂŒllen können. 

Zuerst standen wir da. Viele hatten FÀhnchen der verschiedenen Kantone in die Luft gehalten. Man konnte auch viele Glocken hören. Es gab auch noch ein paar, die hatten Trommeln und andere Instrumente mit dabei. 

Als wir alle zusammen standen, spĂŒrte ich eine WĂ€rme, abgesehen von der WĂ€rme der Sonne. Es war eine WĂ€rme der Menschen. Überall konnte man glĂŒckliche Menschen sehen. Überall konnte man Menschen sehen, die einfach lachten. Überall konnte man Menschen sehen, die sich umarmten, ja sogar die Polizei bekam vereinzelt Umarmungen. Auch sie sind Menschen, die in dieser Zeit Liebe brauchen.

Wir haben mitbekommen, dass sich unsere Treichler an einem anderen Ort besammelten, nĂ€mlich auf dem TĂŒchelweiher Parkplatz. Dieser ist gegenĂŒber vom Polizeiposten 😃

Da ich selbst auf dem Fischmarktplatz stand, kann ich nicht sagen, was auf dem TĂŒchelweiher Parkplatz passiert ist. Wir haben dann mitbekommen, dass sich die Treichler in Richtung Fischmarktplatz bewegen. 

Gespannt warteten wir alle auf sie. Die Glocken waren schon parat, um sie mit einem lÀuten empfangen zu können. Die Zeit verging, doch keine Treichler in Sicht. 

Auf einmal haben sich die Menschen auf dem Fischmarktplatz in Richtung TĂŒchelweiher Parkplatz fortbewegt. Ich weiss nicht, ob dies stimmte, jedoch wurde uns gesagt, dass die Polizei versucht hatte, die Treichler bei ihrem Spaziergang aufzuhalten.

Also wollten wir sie dort abholen. Der Platz hat sich also im Schritttempo fortbewegt. Da wir so viele waren, ging es nur langsam voran aber das machte nichts, denn so hatte man noch Zeit, um sich auszutauschen.

Überall haben wir stolz die Glocken und die verschiedenen Fahnen in die Luft gehalten. Viele Autofahrer, haben vor lauter Freude gehupt. Die Menschen, die draußen an der Strasse im Restaurant sassen, haben ihren Augen nicht getraut, als wir alle kamen. Einige haben uns gefilmt. Einige haben denn Daumen nach oben gehalten. Einige haben sich auch die Ohren zu gehalten. 😃

Zuerst gingen wir alle auf dem Trottoir, dann kam aber die Hauptstrasse dazwischen, doch dies störte uns nicht. 😃 

So gingen wir alle auf der Hauptstrasse. Die Polizei konnte nur noch grosse Augen machen, ja wir sind der SouverĂ€n. Von der anderen Strasse konnten wir dann unsere geliebten Treichler sehen. Ich sag euch, dass war ein HĂŒhnerhaut Moment. 

Ich wĂŒrde es gerne in Worte fassen, doch mir fehlen heute noch die passenden Worte dazu.


Wir haben uns dann diesen Treichler und den anderen Menschen, die die Treichler begleiteten, angeschlossen. Die ganze Strasse war voll mit lachenden Menschen. Wir sind dann gemeinsam zurĂŒck zum Fischmarktplatz gelaufen. Da wir nicht alle Platz hatten, haben wir uns aufgeteilt. 

Also standen wir denn da alle auf diesem Platz. Wir haben in diesem Moment alle gelebt und zwar das, was uns alle verbindet. Wir sind alle zusammen fĂŒr Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie eingestanden. Wir haben alle zusammen, „glögglet“. Wir haben alle zusammen gezeigt, dass wir viele sind. Das wir genug haben von diesen Massnahmen. Wir haben alle zusammen gezeigt, dass wir der SouverĂ€n sind. 

Wir blieben alle auf diesem Platz stehen. Keiner konnte uns von unserer inneren Überzeugung abbringen, auch die Polizei nicht. Die Polizei hatte sich zurĂŒckgehalten, mit der BegrĂŒndung: Wir wollten keine Eskalation riskieren. Die Wahrheit ist aber, dass die Polizei völlig machtlos gegen uns war. 

Ich habe an diesem Tag so viele tolle GesprĂ€che gefĂŒhrt. Ich habe so viele Menschen umarmt. Ich habe an diesem Tag soviel Energie tanken können. 

Ich danke allen Menschen, die in Rapperswil waren. Ich danke euch, dass ihr alle standhaft bleibt. Ich danke euch, dass wir uns alle endlich gefunden haben. Wir gehen den Weg alle weiter zusammen, jedoch jeder auf seinem eigenen Weg aber alle in dieselbe Richtung.

Was bleibt ist die gute Erinnerung an diesen wunderschönen Tag, dass lĂ€uten der Glocken in den Ohren und natĂŒrlich der Sonnenbrand đŸŒ»đŸ˜ƒ

3 Gedanken zu “Rapperswil, 24.4.2021

  1. Roger Weber Antworten

    Bei aller Liebe, wer glaubt die Polizei sei machtlos, wiegt sich in falscher Sicherheit. Ich war auch da und habe es ebenfalls genossen. In Deutschland greift die Polizei vereinzelt durch. Und da reicht dann Liebe nicht mehr aus. Sich gegenseitig nur auf die Schultern zu klopfen greift fĂŒr mich zu kurz. NatĂŒrlich gibt es viele Polizisten die fĂŒr unser Anliegen viel ĂŒbrig hat. Darum ist es wichtig, immer friedlich und freundlich zu sein. Wichtig wĂ€re viele Politiker anzuschreiben und auch eine Antwort zu fordern. Das Eine tun und das Andere nicht lassen, sollte die Devise sein.

  2. David Antworten

    Wenn du schon immer die Bundesverfassung zitierst, dann auch mal hier fĂŒr dich
    Art. 36 EinschrÀnkungen von Grundrechten
    1 EinschrĂ€nkungen von Grundrechten bedĂŒrfen einer gesetzlichen Grundlage. Schwerwiegende EinschrĂ€nkungen mĂŒssen im Gesetz selbst vorgesehen sein. Aus­genommen sind FĂ€lle ernster, unmittelbarer und nicht anders abwendbarer Gefahr.
    2 EinschrĂ€nkungen von Grundrechten mĂŒssen durch ein öffentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein.
    3 EinschrĂ€nkungen von Grundrechten mĂŒssen verhĂ€ltnismĂ€ssig sein.
    4 Der Kerngehalt der Grundrechte ist unantastbar.

    Wenn ein Virus wie Covid 19 wĂŒtet…ja dann…aber ja…nur weiter so ihr spirituellen Wesen

  3. Tischler Antworten

    ., Virus wĂŒtet ( so schreibt der Blick, der den Tunnelblick hat). Allein wegen der Corona-Lockdowns werden schĂ€tzungsweise 30 Millionen Menschen sterben ( Aussage der Welthungerhilfe!!). Zudem ist die Übersterblichkeit nur bei etwa 9-12 Prozent (offiziell- inoffiziell gibt es andere , viel niedrige Berechnungen). Die GehirnwĂ€sche der Medien (kenne sie gut) funktioniert leider..

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